Es wächst und blüht noch

… im Garten. Das sind leider nur Karbol-Champignons (Agaricus xanthodermus). Die sind giftig und nichts für die Pfanne.

Aber die freche Sonneblume kommt noch zur Blüte.

Gestern am Morgen war hier pottendicker Nebel.

Dazu noch nachgetragen ein Donnerstagshaiku:

aus dem Nebelgrau
erst neun Gänse im Pfeilflug
dann ein Kranichpaar

Lübsche Straße

Wismar, ein kleiner Teil der Lübschen Straße (die vom Marktplatz nach Westen, Richtung Lübeck, führt).

Das sieht beeindruckend aus. Aber was hat sich vor und hinter diesen Fassaden alles abgespielt …

v.l.n.r:

1) Für das Doppelgiebelhaus sind ab 1668 durchgängig einheitliche Eigentümer verzeichnet. (Vorher ist für das Jahr 1608 im Alten Stadtbuch Christian Tamke als gemeinsamer Eigentümer dortiger älterer Bauten vermerkt.) Das Haus ist auf dem altstädtischen Wasserleitungsplan von 1710 (siehe Foto am Fuß des Postings) mit einem Anschluss verzeichnet. Maueranker im Straßengiebel: „1667“; dendrochronologische Bestimmung: – Dächer: insgesamt 18 Proben, Kiefer, davon 13 Proben „Winter 1665/66“, – Keller: 10 Proben, Eiche, davon 1 Probe „1638“ und 7 Proben „Winter 1762/63“

2) Historischer Straßenseitiger Giebel – Maueranker 1674, (Bauherr Markus Burmeister, Ratsherr ab 1646), mit Wasseranschluss gem. Wasserleitungsplan von 1710 – mit nachgesetztem, verkleinertem Neubau von 1933

3) mittelalterliches Giebelhaus / Brauhaus, angekauft von Markus Burmeister 1670, vom Ursprungsbau hinter der Straßenfassade außer drei Kelleraußenwänden nichts mehr erhalten

4) ähnlich wie vor, mittelalterliche Fassade, Brauhaus; gemäß Wasserleitungsplan 1710 mit Wasserleitungsanschluss, nachgesetzter Neubau; nur Straßengiebel, Kelleraußenwände, die Brandmauern und die Kellerdecke aus der Zeit vor 1700

vgl. Informationssystem „Hausbiographien Wismarer Häuser des 17. und 18. Jahrhunderts“, Hochschule Wismar 2004.

Wasserleitungsplan Hansestadt Wismar 1710; o.g. Häuser hier rot markiert; oben ist Westen; links unten im Zentrum die Wasserkunst auf dem Marktplatz

Mittwoch

Wednesday already. Well, keep calm and an oversight of all those things that have to be shoved out of the way before Friday. And if anyone wants to add to the pile: Why not try -that- look. May make them think again.

Schon Mittwoch. Na, bleib mal ruhig und behalte den Überblick über die Dinge, die bis Freitag aus dem Weg geschubst werden müssen. Und wenn jemand den Haufen noch aufstocken will: Warum nicht dabei -den- Blick ausprobieren. Könnte zu einem Umdenken führen. (Übrigens: Großkatze im Zoo Rostock)

Geskizzel

So nette Fotos waren heute im Reader dabei. Da konnte ich nicht widerstehen, diese Motive zu „klauen“ bzw. aufzugreifen. Grüße an die jeweiligen Fotografierenden!
(Ich weiß, dass der dänische Kutter einen gestauchten Mast hat; aber im richtigen Verhältnis wäre er in der Elbe vor Blankenese gelandet … )
Pitt Ink Pen, Aquarellfarbe, A5 Skizzenbuch (3 Seiten noch, dann ist es voll.)

Nixe und Nix

Nixe und Nix – Wasserspender von der Wasserkunst – Pitt Ink Pen u. Aquarellfarbe

Gestern war Braufest im Hof des Stadtgeschichtlichen Museums der Hansestadt Wismar im Schabbell-Haus. Das war auch eine Gegenheit, einmal wieder durch die Ausstellung zu wandern und u.a. auch die Originale der beiden bronzenen Wasserspenderfiguren „Nixe und Nix“ der Wismarer Wasserkunst zu besuchen, die im Museum nicht wie an der Wasserkunst nebeneinander, sondern nett einander die Blicke zugewandt aufgestellt sind. – Und im Anschluss ein fixes Geskizzel (mit zugegebenermaßen etwas hingeschlunzten Fischschwänzen) zu machen.

Dunadd

Inauguration Stone auf der Hügelfestung Dunadd, Argyll, Scotland

Der seit rund 2400 Jahren besiedelte und befestigte Hügel Dunadd zwischen Kilmartin und Lochgilphead war etwa seit dem 6. Jhd. das Zentrum des irisch-gaelischen Königreichs von Dál Riata. – Der mit Tiergravuren, Ogham-Zeichen und zwei in den Stein geschnittenen Fußabdrücken versehene Fels unter der heute darauf angebrachten, detailgetreu nachmodellierten Schutzschicht diente wohl bei  Krönungszeremonien als zentraler Ort, an dem der neue Herrscher durch Setzen des eigenen Fußes in die Fußhöhlung auf dem Stein seine Verbundenheit mit dem Herrschaftsgebiet demonstrierte. – Die Herrscher  von Dál Riata überließen  St. Columba die Insel Iona für die Gründung des dortigen Klosters. Das Königreich von Dál Riata verschmolz mit dem westlich liegenden Pictischen Königreich Mitte des 9. Jhd. unter Cináed mac Alpin (Kenneth MacAlpin) zum Königreich Alba. (Für Informationen zu Dunadd vgl.: University of Glasgow – Dunadd Digital Archive)

Schwedenkopf

Berufsschifffahrt passiert die Dalben mit den Schwedenköpfen an der Hafeneinfahrt von Wismar.

Commercial traffic passing the starboard blue and yellow „Swedeshead“, entering the port of Wismar.
Postkarte, Hafeneinfahrt Wismar mit Schwedenkopf, gelaufen, 1952
„Windböe“ Geskizzel, Filzstifte, A5-Skizzenbuch

Kilmartin Glen – Temple Wood

Etwa 1,5 km südlich von Kilmartin, Argyll, Scotland, liegt in einer an prähistorischen Fundstellen überaus reichen Gegend der „Temple Wood“, ein im 19. Jhd. so benannter kleiner Hain, in dem zwei neolithische (Stein-)Kreise liegen, die im Verlauf der Jahrtausende wahrscheinlich von Versammlungs- und Ritualorten zu Begräbnisstätten umgestaltet wurden. In unmittelbarer Umgebung befinden sich noch mehrere Anlagen stehender Steine und mehrere Grabhügel..
Die 1929 erstmals ausgegrabene Anlage wurde in den 1970ger Jahren eingehend untersucht und später als Monument teilrekonstruiert und aufbereitet.
Schautafel mit Übersicht zur Entwicklung der Anlage
Die bei „Umnutzung“ zur Grabstatte eingefügte Grabkammer im Zentrum.
Halblinks eine gerade noch erkennbare Spiralgravur an einem der nördlichen Steine.