Kaffeerunde

um 7:30 Uhr durch den Garten. Kommt jemand mit?

Erstmal der Kaffee.

Der Himmel ist bemerkenswert blau, und es geht überraschenderweise kein Wind.

Von einem entfernten Nachbargrundstück, so ca. hundert Meter weiter, hört man aus einem großen alten Baum eine Starenhorde ihr Morgenpalaver abhalten.

Nachher verteilen sie sich haufenweise in die Gärten; die Holunderbeeren bei mir brauche ich auch schon nicht mehr zu ernten, das haben die schon erledigt. Na, es sei ihnen gegönnt.

Es sind noch ein paar Schwalben unterwegs, aber so wie ich das sehe ist der erste große Schwung schon abgereist.

Vor zwei Wochen luftakrobateten die Rauchschwalben noch zu Dutzenden hier herum. Das ist wohl vorbei.

Dann gibts Frühstück für die gefährlichen Kaninchen. Gemüseschnippsel aus der Küche, ´n beten wat ton knabbern un abenop für jetzt nur eine Handvoll Gras von der Wiese als Gruß aus der Küche. (Erwähnte ich bereits, dass das eigentlich gar nicht meine sind? Naja.)
Im Hasel wartet noch jemand auf die ersten Sonnenstrahlen. Scheint auch noch nicht so ganz ausgeschlafen zu sein.
Noch gibt es Rosenblüten.
Und zum Schluss die große Frage: Wird diese freche Sonnenblume noch blühen?
Schönen Samstag!

Wolken

Den ganzen Morgen über ist es trüb, der Nordwestwind treibt teilweise schwere Schauer über die Küste, nur ab und zu kommt ein Sonnenstrahl durch. Aber richtig kalt ist es nicht, wenn nicht gerade eine Böe pfeift.

Dabei fällt mir das schottische Wetter im letzten August ein.

Als wir ein paar Tage auf den „Schiefer-Inseln“ an der schottischen Westküste südlich von Oban Station gemacht haben, war das Wetter ähnlich:

Isle of Seil, Ellenabeich, Easdale Sound
Isle of Seil, Ellenabeich, Slate Quarry

Ein überfluteter Schiefertagebaukrater aus dem 19. Jhd.

Die Tagebaue waren, teilweise kaum 10 Meter von der Küstenlinie entfernt, teilweise bis zu 80 Meter tief.

Der abgebaute Schiefer wurde nach ganz Europa und nach Nordamerika verschifft. Eine einzelne Sturmflut im Jahre 1850, die fast alle Förderstätten flutete, setzte der Schieferindustrie auf den Inseln Seil und Easdale zum größten Teil ein abruptes Ende. Dennoch wurde, wenn auch in sehr viel kleinerem Maßstab, noch bis ca. 1950 Schiefer abgebaut.
Isle of Seil, Ellenabeich, Quarry, Workers Cottages

Wenn

denn der nötige und willkommene Regen abgeklungen ist, dann könnte es an der Küste auch wieder so aussehen:

Heute Nacht ist durch den Wind eine der großen Sonnenblumen hinter dem Haus abgeknickt und zur besten „Zurschuleundarbeitradfahrzeit“ am heutigen Morgen kam auch der stärkste Regen runter.

Gestern am frühen Abend, noch im Hellen, aber auch im Regen kam ich mit einem Abkömmling im Schlepptau zu einem gerade erst passierten hässlichen Fahrradunfall, bei dem wir als erste folgende Radler zum Eingreifen gefordert waren; Mutter mit kleiner Tochter; für die Lütte gings mit Fußgelenksverletzung, für die Mutter mit aufgeschlagenem Kinn in den doch schnell angekommenen Rettungswagen und in die Notaufnahme. Wir wünschen schnelle Genesung. Positiv festzustellen war immerhin die allgemeine Nothilfebereitschaft: Auf der nicht ganz so viel befahrenen städtischen Verbindungsstraße boten haltende und aus- und absteigende Auto-, Motorrad- und Stadtbusfahrer etc. dann auch zügig Hilfe an bzw. konnten unterstützen.

Der Abkömmling erinnerte sich gleich sehr lebhaft an einen schon Jahre zurückliegenden eigenen Krankenhausaufenthalt nach Armbruch und war den Rest des Heimwegs auf dem Fahrrad dabei, seine Aufgewühltheit wegzuquatschen ;).

Landpartie

Am letzten Sonnabend war es hier ja nochmal richtig heiß. Aber wir waren trotzdem mit Freunden nicht am Wasser, sondern im Binnenland unterwegs.

Für einen kurzen Eindruck mancher Ansichten der am brütend-stickigen Samstagspätnachmittag fast völlig leeren Ortsdurchfahrten der Mecklenburger Landstädtchen und von Gegenden dazwischen gibt es hier mal ein paar Fotos vom Beifahrersitz.

In den Städtchen gibt es natürlich auch Supermärkte der üblichen Ketten, Neubaugebiete mit den üblichen Einfamilienhaustypen gesamtdeutschen Geschmacks etc., aber das kennt ihr ja alles. (Wer hier Bescheid weiß wird merken, dass die Bilder durcheinandergemischt sind. In dieser Reihenfolge bekommt man sie vor Ort nicht zu sehen.)