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Die Schüler schlafen noch.

Auf dem „Weg ins Homeoffice“ (nein, nicht zum britschen Innenministerium, sondern an den Heimschreibtisch) in der Küche einen kleinen, unumgänglichen Becher Morgenkaffee gebraut (die ganze Sache macht mir mittlerweile Sodbrennen, den Rest des Tages gibt es nur noch Kräutertee – tja) und den großen Familienplaner („Quod non est in Küchenkalendarium non est in mundo!“, Siewissenschon) umgeblättert.

Ins Leere bzw. auf die gegenüber sonst weitgehend leeren Spalten geschaut.

Immerhin: Bei den Schülern steht, dass ab Übermorgennachmittag die diesmal längeren M-V Osterferien sind. Na, das wird die ja freuen. – Aber erstmal (und, da sie doch etwas rumschlumpfen, wahrscheinlich auch in den „Ferien“) werden sie sich weiter mit den elektronisch übermittelten Aufgaben beschäftigen müssen.

Und wir sollten die Saisondeko ausbuddeln und verteilen.

Na, ich geh die dann mal aus dem Bett kippen. Grüße!

PS:

Lübecker Bucht:
W 4-5, Böen 6, geringer Sprühregen

Mecklenburger Bucht:
W 5-6, Böen 7, geringer Sprühregen

Warnungen westliche und südliche Ostsee:
ab Donnerstag 00 Uhr UTC: SW-W 7-8 Bft

After the Storm

The storm from the north has passed. The clouds, bringing rain and snowflakes, raced over the coast of the Baltic Sea and on south. While the usual spots (lower lying crossroads and part of a sandy parking space at the local harbour) saw some flooding, no real damage seems to have followed. Beaches around here were under water, so there will have been erosion and there may have been some erosion at the hight coast too. Now the sun is out again, but its markedly cooler than yesterday, when I took those photos of a peacock butterfly.

In other news: Ein Abkömmling hat vorgestern beim Ballwerfen mit mangels Vereinssporttraining überschüssiger Kraft ein Schuppentürfenster zerteppert. Darauf folgte dann gestern eine Notreparatur mit hier vorhandenen Restmaterialien. Das Ergebnis ist nicht schön aber eigen. Ein Glaser wird aus mir wohl auch nicht mehr.

Blüten

Gestern am Wallensteingraben.

Ansonsten: Momentan gibt es ja webvermittelte Kulturangebote galore und jeder findet sicher für seinen Geschmack etwas, das persönlich passt bzw. gefällt.

Ich war gestern am Abend darüber gestolpert, dass die vorgestern aus Mr. Daniel Hopes Wohnzimmer begonnene Reihe hope@home auch bei Arte Concert in der Arte Mediathek (findet Ihr selbst) konserviert wird und fand Herrn Raabes teilweise den Umständen textlich angepassten Vortrag vergnüglich. Und werde mal sehen was Mr. Hope, der ja u.a. auch künstlerischer Direktor der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern war, noch so anbietet.

Als Livestream hatte ich in der Woche nur kurz Zeit für Reina del Cid und Toni Lindgren auf YT (findet Ihr selbst) gehabt. Ich ärgere mich immer noch, dass ich Reina del Cid erst „entdeckt“ habe als sie letztes Jahr gerade mit ihrer Runde durch Europa durch war. Nach Lüneburg wäre ja z.B. gut zu schaffen gewesen …

In der Stadt

Wasserkunst, Marktplatz, Wismar

Gestern zu notwendigen Gängen in der Altstadt gewesen. Auch hier alles etwas gespenstisch. Zerrt und zehrt doch langsam an den Nerven. Dazu noch das verstohlene Hineinhorchen in den eigenen Körper. Brrr. Es hilft wohl nur Ablenkung durch sonstige Betätigung. – Dann haltet mal weiter die Ohren steif.

Die von ca. 1579 bis 1602 nach Plänen des Utrechter Baumeisters Philipp Brandin im Stil der niederländischen Renaissance erbaute Wasserkunst (es gab da Probleme mit der Finanzierung und dem Material) kratzt das alles nicht, sie steht unter dem anhaltend blauen Himmel und die goldfarbenen Schriften und Verzierungen leuchten in der Sonne. Die regenwasserspeienden Drachen an den Dachecken haben nichts zu tun und recken ihre Köpfe in die Luft.

Eine lateinische Umschrift auf dem Bauwerk wurde im 19. Jahrhundert nach einer Grundrestaurierung des Bauwerks durch eine deutsche Inschrift ergänzt. Diese lautet: „Brunnen, Wasser in Tonnen verkauft, und eine Leitung die Grube entlang, befriedigten nicht die Bedürfnisse der Stadt, und deshalb führte man 1571 durch Röhren frisches Quellwasser von Metelsdorf auf den Markt. Kriegsnoth wegen richtete man 1682 das Pumpwerk ein, welches Flusswasser aus dem Mühlengraben herbeibrachte und vereinigte beides Wasser nach der Belagerung von 1715. Des Behälters Schadhaftigkeit und Kleinheit wegen ist die alte Kunst bis auf den Grund niedergenommen und neu eingerichtet, vergrößert wieder erbaut worden im Jahre 1861. Möge durch des barmherzigen Gottes Gnade der Fleiß und die Treue der Vorsteher auf lange Zeit hin dies der Gesundheit, Reinlichkeit und öffentlichen Sicherheit gewidmete Werk unserer Stadt erhalten.“

Gemütlich

die Triebwerke quasi knapp „über’m Leerlauf“ und weit unter üblichen Reiseflughöhen flog dieser Jet von China Southern Airlines heute Nachmittag von Südwesten kommend über die Küste nach Nordost durch. Liefert die Airbus-Werft in Finkenwerder noch normal aus? Sieht aus wie einer aus der Partie -A350-941-, die China Southern bei Airbus bestellt hat und die seit letztem Sommer abgeholt werden. Update: Das ist eine A321 für China Southern. Und sie kam aus tatsächlich aus Hamburg-Finkenwerder und flog, nach kurzem Durchstarten, nach Rostock-Laage, wobei sie in rund 1500 m Höhe her vorbeischlich. Auf dem Flughafen in Rostock-Laage „parkt“ Airbus derzeit fertige Maschinen zwischen, die wegen der allgemeinen Lage nicht ausgeliefert werden können.