Kaffeerunde

um 7:30 Uhr durch den Garten. Kommt jemand mit?

Erstmal der Kaffee.

Der Himmel ist bemerkenswert blau, und es geht überraschenderweise kein Wind.

Von einem entfernten Nachbargrundstück, so ca. hundert Meter weiter, hört man aus einem großen alten Baum eine Starenhorde ihr Morgenpalaver abhalten.

Nachher verteilen sie sich haufenweise in die Gärten; die Holunderbeeren bei mir brauche ich auch schon nicht mehr zu ernten, das haben die schon erledigt. Na, es sei ihnen gegönnt.

Es sind noch ein paar Schwalben unterwegs, aber so wie ich das sehe ist der erste große Schwung schon abgereist.

Vor zwei Wochen luftakrobateten die Rauchschwalben noch zu Dutzenden hier herum. Das ist wohl vorbei.

Dann gibts Frühstück für die gefährlichen Kaninchen. Gemüseschnippsel aus der Küche, ´n beten wat ton knabbern un abenop für jetzt nur eine Handvoll Gras von der Wiese als Gruß aus der Küche. (Erwähnte ich bereits, dass das eigentlich gar nicht meine sind? Naja.)
Im Hasel wartet noch jemand auf die ersten Sonnenstrahlen. Scheint auch noch nicht so ganz ausgeschlafen zu sein.
Noch gibt es Rosenblüten.
Und zum Schluss die große Frage: Wird diese freche Sonnenblume noch blühen?
Schönen Samstag!

Vermischtes Getier

Puh. Der Schreibtisch ist voll; die laufenden familiären Verpflichtungen wieder im Normalmodus; die Woche saust so dahin. Und am Wochenende kommt noch lieber Besuch. Aber da bekommen wir bestimmt ein paar ruhige Minuten untergebracht. – Zwischendurch gibt es heute ein paar hoffentlich beruhigende Tierfotos aus dem eigenen Archiv.

Eilig

hatte ich es gestern Abend.

Wenn ihr zufällig über den Zaun geguckt hättet, hättet ihr Spaß gehabt.

Ich war ja eigentlich schon auf dem Weg ins Bett, warf aber mit einem Auge noch einen Blick auf das Regenradar bzw. die Gewitterverteilung in Norddeutschland und sah von der Grenze zu Brandenburg aus ein paar Blitzhaufen nach Norden, in unsere Richtung, ziehen. – Zwei Minuten später war ich draußen und dabei, in stockdunkler Nacht den aktuell noch auf Beton und Wiese ausgebreitet liegenden Teil des prima durchgetrockeneten Heus zu retten und unter Dach und Fach zu bringen; zusammen mit Madame, die mit Stirnlampe und noch im Tagesdress über mich feixte, wie ich nur in Schlafanzug und Gummistiefeln den Rechen schwang. Ich bin gespannt, ob dazu noch irgendwelche nachbarlich-frotzlenden Kommentare kommen.

Die Arbeit war aber fix erledigt (es ist ja doch erstaunlich, was das Gras bei der Trocknung an Flüssigkeitsgewicht verliert) und dann ging es ab in die Falle.

Und heute am sehr frühen Morgen, als draußen Blitze zuckten, der Donner rollte und der Regen prasselte konnte man sich im Bett umdrehen, ohne zu fluchen. Auch nett.

Von der Aktion gibt es natürlich keine Bilder.

Aber Bilder von Spatzen in den Sonnenblumen könnt ihr ansehen:

Experimente und Gartenrunde

Moin. – Die Heuvorräte für die Kaninchen neigen sich dem Ende entgegen. Normalerweise reicht mir fast der getrocknete Rasenschnitt unserer Haus-, Moos- und Fußballwiese für den Kleintierbedarf, aber in diesem Jahr gab es ja kaum etwas zu mähen.

Gestern nachmittag tauchte hier aber Verwandtschaft auf und wir hatten plötzlich elf große Säcke Gras von einer frisch gemähten Feuchtwiese.

Da das Zeug in den Säcken schon ordentlich warm wurde, mussten wir hier abends spontan erstmal auspacken und das Gras ausbreiten. Zum Glück soll es ja heute trocken und sehr sonnig werden, also haben wir mal mehrere experimentelle Versuchsanordnungen aufgebaut:

1. Wiesenschnitt auf Beton.
II. Improvisierter Heuhaufen auf Holzstangen unterm Baum, falls es doch gewittert.
III. Wiesenschnitt auf vermoostem Restrasen, auf den heute hoffentlich lange die Sonne scheint.
IV. Improvisierter großer Heuhaufen auf Holzstangen im abgeblühten Sommerbeet. (Man beachte den formschönen „Kopf“ in, äh, Hundekopfform oder so. Jedenfalls mit Ohren und Schnauze.)

Als ich heute früh mal überall mit der Hand die Temperatur geprüft habe war jedenfalls festzustellen, dass die erste Lüftung schon mal gewirkt hat. Nun wollen wir mal sehen (und wenden).

Außerdem gab es heute morgen noch Obst, Blumen und Schwalben anzugucken.

Morgenweg

Ein kleiner Umweg auf der morgendlichen Radfahrt vor der Arbeit. Heute gibt es mal wieder einen sonnigen Morgen und es sind keine Schauer in Sicht.

Nachdem wir in der letzten Zeit gut gemischtes Wetter mit Wolken und Regen hatten, wird die Natur doch noch einmal grün. – Die Gartenwiese hinter dem Haus ist vor rund zwei Monaten zuletzt gemäht, weil einfach nichts mehr wuchs – das braune Gras knirschte buchstäblich unter dem Schuh beim darüberlaufen. Hier in der Nachbarschaft bewässert auch schon seit jahren eigentlich niemand seine Grasflächen mehr; Blumen, Stauden und Büsche ja, aber die je nach Geschmack mehr oder weniger gepflegten Grasflächen in der Siedlung bleiben eben trocken. – Nun fallen aber die Augustäpfel und die ersten Pflaumen tatsächlich in frisches Gras. – Und es gibt auch neue, hellgrüne Löwenzahnblätter für die Kaninchenbande.

Aber zurück zum Weg, der auch am Mühlenteich und den jagenden Schwalben vorbeiführte:

Vor einem Jahr

Ostsee. Am Ausgang der Flensburger Förde, Sønderborg Bugt, Sonnabendfrüh um 8.00 Uhr, kein Wind, die Bucht platt wie ein Ententeich. Kaffee nippen, auf die Bucht gucken. – Moment mal. – Da hat doch was „pffft, pffft“ gemacht? -Dahinten? – „Pffft, pffft!“ – Bestimmt. – Oder?
Ach so?! Ich glaub (m)ein Wal bläst?!
Jawohl! Schweinswal! Wow! – Na, besser kann der Tag kaum noch werden.  (Um 9.00 Uhr kam er noch einmal vorbei. :o) )