Gemütlich

die Triebwerke quasi knapp „über’m Leerlauf“ und weit unter üblichen Reiseflughöhen flog dieser Jet von China Southern Airlines heute Nachmittag von Südwesten kommend über die Küste nach Nordost durch. Liefert die Airbus-Werft in Finkenwerder noch normal aus? Sieht aus wie einer aus der Partie -A350-941-, die China Southern bei Airbus bestellt hat und die seit letztem Sommer abgeholt werden. Update: Das ist eine A321 für China Southern. Und sie kam aus tatsächlich aus Hamburg-Finkenwerder und flog, nach kurzem Durchstarten, nach Rostock-Laage, wobei sie in rund 1500 m Höhe her vorbeischlich. Auf dem Flughafen in Rostock-Laage „parkt“ Airbus derzeit fertige Maschinen zwischen, die wegen der allgemeinen Lage nicht ausgeliefert werden können.

Überraschung

Nach einem Hagelschauer am 19.02.2020. -Wäre ich Gallischer Druide hätte ich da schon so meine Schlüsse gezogen …

Tja, Überraschungen gibt es ja „so’ne und solche“. Die, die mich gestern erwischt hat hat mich nahtlos mehr als den halben Tag am Stück beschäftigt, aber im Vergleich zu anderen Leuten (Gruß nach München) bin ich damit noch sehr gut weggekommen. – Jedenfalls: Als ich gestern früh zur Dämmerzeit noch vor dem ersten Morgenkaffee (geschweige denn Frühstück) in den Keller wanderte, durfte ich feststellen, dass im Waschkeller flächendeckend drei cm Wasser standen und in einer interessanten Mischung aus Frischwasser und Hinter-den-Maschinen-Staubrückständen einiges an Krempel herumdümpelte. Also erstmal Haupthausanschluss dicht (was auch unpraktisch ist, wenn Schulferien sind und man auch zusätzlich noch einen Gast im Haus hat). Meine leise Hoffung, dass nur der Aquastopp der Waschmaschine schuld sein könnte bewahrheitete sich leider nicht und nach einigem Suchen und Spiegeln durch eine Inspektionsöffnung stellte sich heraus, dass die Hauptfrischwasserleitung – natürlich -hinter- der Leichtbauvorsatzwand mit Fliesenspiegel – ein lustig sprühendes Leck hatte. Vergeblich telefoniert. Da der G-W-Installateurmeister meines Vertrauens auch die Schulferien nutzt musste ich erstmal selbst ran. – Also (neben Wasser schippen/saugen und Grundordnung machen) Fliesenspiegel mit dem Trennschleifer aufsägen, Rohr angucken, Rat eines pensionierten Experten aus der Nachbarschaft einholen (der sehr dankenswerter Weise auch noch eine Druckdichtschelle für mich besorgte), damit die Schelle passt hinter dem Rohr zwei cm aus der Kellerwand stemmen und dann die Dichtschelle anschrauben. Zwischendurch noch eine eigene Baumarktfahrt und das überfällige Spätstück mit den übrigen Hausbewohnern. Und ca. sechs Stunden später gab’s wieder Wasser. Bis der Meister das Rohr insgesamt unter die Lupe nimmt hält das wohl (hoffentlich ;o) ).- Immerhin habe ich als positiven Nebeneffekt u.a. zwei Kartons mit Kram, die clevererweise schon länger „mal kurz“ auf dem Fußboden zwischengelagert gewesen und nun einmal gut durchgeweicht waren komplett entsorgt. Auch nicht schlecht. Und die Technik funktionert auch wie vorher. – Nun weiter im Text.

Küste

So. Eine berufsbedingte Runde über die Dörfer, die mich auch ein Stück am Wasser entlang führte, wäre für heute erledigt. Fotos gibt es keine mangels Zeit. Da waren im Morgennebelgrau auch nur schemenhafte Alleen und endlose Ackerschläge und ein kurzer Blick auf eine horizontlose Einheit aus Bucht und Himmel zu sehen.

Statt dessen gibt es heute einen Blick nach Le Havre. Die Stadt hat mich bei einem kurzen Besuch unerwartet beeindruckt. Mit der wechselvollen und schwierigen Geschichte im Rücken ist sie sicher nicht „schön“ im herkömmlichen Sinne, aber ehrlich und handfest; wie größere Hafenstädte so sind. Hier nur ein kleiner Blick auf die Reste der Fischerei abseits des riesigen Industriehafens in der Seinemündung:

Ebbe im Fischereihafen
Feste Verkaufsstände beim Fischereihafen mit den Namen der Boote. (Le Flipper z.B. ist das türkisfarbene Boot oben in der Bildmitte.)
Letzter Andrang am späten Vormittag.

Schwertransport

Frisch vom Strandspaziergang: Das Mittschiff der künftigen „Global Dream“ bei der Schleppfahrt in die Wismarbucht. 200 m lang, 57 m hoch und seit rund 24 h mit 6 Schleppern auf dem Weg von Warnemünde nach Wismar, um hier um Vorder- und Achterschiff ergänzt zu werden. – (Geht also doch, ich dachte ja eigentlich, dass das Fahrwasser das Manövrieren damit gar nicht zulässt.)
Anfang Oktober 2019 am Werftstandort Warnemünde.
Am 23.11.19 bei der Einfahrt zwischen Hohen Wischendorf und Timmendorf/Poel.
Transportsicherung

Transport

Morgens in Wismar-Wendorf an der Seebrücke. Nein, da schwebt kein Schiff …
da kommt ein Schlepper. Mit ’ner Trosse dran.
Und an der Trosse hängt ein dicker Ponton mit Schiffsteilen (Kabinenelementen), die auf der Werft in Wismar gebaut wurden. Und die nun die Küste entlang zur Schwesterwerft nach Rostock-Warnemünde geschleppt werden.
Dahinter kommt noch ein Schlepper, damit da nichts aus dem Kurs läuft. Aber an diesem Morgen ist es, wie man sieht, erst einmal fast windstill.
Und ab geht es durch das Fahrwasser der Bucht in Richtung offene Ostsee.