Küste

So. Eine berufsbedingte Runde über die Dörfer, die mich auch ein Stück am Wasser entlang führte, wäre für heute erledigt. Fotos gibt es keine mangels Zeit. Da waren im Morgennebelgrau auch nur schemenhafte Alleen und endlose Ackerschläge und ein kurzer Blick auf eine horizontlose Einheit aus Bucht und Himmel zu sehen.

Statt dessen gibt es heute einen Blick nach Le Havre. Die Stadt hat mich bei einem kurzen Besuch unerwartet beeindruckt. Mit der wechselvollen und schwierigen Geschichte im Rücken ist sie sicher nicht „schön“ im herkömmlichen Sinne, aber ehrlich und handfest; wie größere Hafenstädte so sind. Hier nur ein kleiner Blick auf die Reste der Fischerei abseits des riesigen Industriehafens in der Seinemündung:

Ebbe im Fischereihafen
Feste Verkaufsstände beim Fischereihafen mit den Namen der Boote. (Le Flipper z.B. ist das türkisfarbene Boot oben in der Bildmitte.)
Letzter Andrang am späten Vormittag.

Schwertransport

Frisch vom Strandspaziergang: Das Mittschiff der künftigen „Global Dream“ bei der Schleppfahrt in die Wismarbucht. 200 m lang, 57 m hoch und seit rund 24 h mit 6 Schleppern auf dem Weg von Warnemünde nach Wismar, um hier um Vorder- und Achterschiff ergänzt zu werden. – (Geht also doch, ich dachte ja eigentlich, dass das Fahrwasser das Manövrieren damit gar nicht zulässt.)
Anfang Oktober 2019 am Werftstandort Warnemünde.
Am 23.11.19 bei der Einfahrt zwischen Hohen Wischendorf und Timmendorf/Poel.
Transportsicherung

Transport

Morgens in Wismar-Wendorf an der Seebrücke. Nein, da schwebt kein Schiff …
da kommt ein Schlepper. Mit ’ner Trosse dran.
Und an der Trosse hängt ein dicker Ponton mit Schiffsteilen (Kabinenelementen), die auf der Werft in Wismar gebaut wurden. Und die nun die Küste entlang zur Schwesterwerft nach Rostock-Warnemünde geschleppt werden.
Dahinter kommt noch ein Schlepper, damit da nichts aus dem Kurs läuft. Aber an diesem Morgen ist es, wie man sieht, erst einmal fast windstill.
Und ab geht es durch das Fahrwasser der Bucht in Richtung offene Ostsee.

Coaches Galore

Das war unerwartet. „Also, wir treffen uns alle zuerst im Kutschenmuseum in Kobrow II bei Sternberg in Mecklenburg.“ Ok, da hatte ich eigentlich keine großen Erwartungen. Aber … seht selbst, das sind nur ein paar wenige Beispiele der Ausstellungsstücke:

Now, that was unexpected. „Ok, first we all meet at the Museum of Coaches at the village „Kobrow II“ near Sternberg in Mecklenburg-Western Pommerania.“ Ok, that didn’t raise any expectations. But … have a look, these are just a few examples of the exhibits:
Mecklenburger Post-Omnibus
Genau das
Bierwagen, danach ein Bäckerwagen und dann der
Rettungswagen von 1890, Schweiz
Kleintier-Transportwagen, Hersteller L. Hof, Straubing, ca. 1920
Leichenwagen, Armbruster, Wien, um 1890
Park Drag, Peters & Son, London, 1890
Leib-Mylord der Kaiserin Auguste-Viktoria, Hofwagenfarbik Eduard Kühlstein, Berlin, 1908
Dreiviertel-Coupé, U. Kautt & Sohn, Karlsruhe, 1900
Coupé, Brewster & Co, New York, 1880
Buggy, Studebaker, USA, 1910
Werbung
Private Cab, Marston & Co, Birmingham, 1890 – First Owner: Sir Spencer, Pocklington
Doktorwagen, Bj. unbekannt
Und Lampen und Zaumzeug und noch viele, viele andere Kutschen und Fahrzeuge.
Ein beeindruckendes Museum mitten in der Provinz, über das man nicht gerade fällt.