Kilmartin Glen – Temple Wood

Etwa 1,5 km südlich von Kilmartin, Argyll, Scotland, liegt in einer an prähistorischen Fundstellen überaus reichen Gegend der „Temple Wood“, ein im 19. Jhd. so benannter kleiner Hain, in dem zwei neolithische (Stein-)Kreise liegen, die im Verlauf der Jahrtausende wahrscheinlich von Versammlungs- und Ritualorten zu Begräbnisstätten umgestaltet wurden. In unmittelbarer Umgebung befinden sich noch mehrere Anlagen stehender Steine und mehrere Grabhügel..
Die 1929 erstmals ausgegrabene Anlage wurde in den 1970ger Jahren eingehend untersucht und später als Monument teilrekonstruiert und aufbereitet.
Schautafel mit Übersicht zur Entwicklung der Anlage
Die bei „Umnutzung“ zur Grabstatte eingefügte Grabkammer im Zentrum.
Halblinks eine gerade noch erkennbare Spiralgravur an einem der nördlichen Steine.

Wolken

Den ganzen Morgen über ist es trüb, der Nordwestwind treibt teilweise schwere Schauer über die Küste, nur ab und zu kommt ein Sonnenstrahl durch. Aber richtig kalt ist es nicht, wenn nicht gerade eine Böe pfeift.

Dabei fällt mir das schottische Wetter im letzten August ein.

Als wir ein paar Tage auf den „Schiefer-Inseln“ an der schottischen Westküste südlich von Oban Station gemacht haben, war das Wetter ähnlich:

Isle of Seil, Ellenabeich, Easdale Sound
Isle of Seil, Ellenabeich, Slate Quarry

Ein überfluteter Schiefertagebaukrater aus dem 19. Jhd.

Die Tagebaue waren, teilweise kaum 10 Meter von der Küstenlinie entfernt, teilweise bis zu 80 Meter tief.

Der abgebaute Schiefer wurde nach ganz Europa und nach Nordamerika verschifft. Eine einzelne Sturmflut im Jahre 1850, die fast alle Förderstätten flutete, setzte der Schieferindustrie auf den Inseln Seil und Easdale zum größten Teil ein abruptes Ende. Dennoch wurde, wenn auch in sehr viel kleinerem Maßstab, noch bis ca. 1950 Schiefer abgebaut.
Isle of Seil, Ellenabeich, Quarry, Workers Cottages