Oktobermorgen

Brrr. Frisch. Ich muss mir angewöhnen, wieder abends nach dem Wetterbericht zu gucken. So war heute Eiskratzen am Wagen angesagt.

Aber bei dem wolkenlosen Morgenhimmel und der ostseeranduntypischen Windstille wusste ich, wo ich auf dem Rundweg zum Arbeitsschreibtisch eine Station machen muss. Nett wars. Und wie ich da so stand und guckte sauste sogar ein kleiner blauer Blitz durch die Morgensonne an mir vorbei: Der Eisvogel war also auch schon wach.

Im Dunkeln

Na, ein Glück, dass ich gestern am Abend mit Taschenlampe zum Kaninchenfüttern gegangen bin. Da hätte ja sonstwas passieren können im Dunkeln mit mir in den Bauer-Hansen-Gummistiefeln in Größe 46 und dem Lütten hier. Der saß vor dem Kaninchenzaun und wollte sicher mal prüfen, ob die Ninchen von der letzten Fütterung etwas übrig gelassen haben.

Vorsicht lohnt sich sowieso. Im Verlauf einer Nachtfahrt neulich gab es direkt neben der Fahrbahn so einiges zu sehen … Wildschweine, zwei Rehe … ging aber alles glatt. Und hier in der Stadt gibt es sowieso einige Stellen, da wäre ich wegen der Schwarzkittel zu später Stunde zu Fuß oder mit dem Rad mehr als vorsichtig, denn die von Wildschweinrotten umgegrabenen Grünflächen gehen da bis in die Vorgärten und zu den Bordsteinen.

Die Brücke über den Atlantik

Clachan Bridge, Isle of Seil, Scotland – Pastellkreide
Blick von der Brücke – Links das Festland, rechts die Isle of Seil, dazwischen der Atlantik(-arm).
Blick auf die Brücke – Darunter die deftige Tidenströmung mit starken Wasserwirbeln bei auflaufendem Wasser. Die Brücke ist ganz schön steil und wie so viele Straßen der Gegend single-track, also einspurig. Man guckt also beim Auffahren vorher besser mal aufs andere Ufer, ob etwas kommt. Denn am Scheitelpunkt sieht man zwar den Himmel und die Motorhaube, aber nicht die Fahrbahn und ob jemand gerade entgegenstrebt.

Vermischtes

Der Reiher im Spiegel.
Einen kurzen Augenblick lang hatte ich ja die Befürchtung, der Stieglitz würde mit dem Kopf auf die Gehwegplatten „aufditschen“, als das dünne Sonnenblümchen sich unter seinem Gewicht sehr dynamisch im Bogen nach unten neigte. Er hatte die Situation allerdings völlig im Griff; kein Grund zur Sorge.

Feiertag

Genau. Heute ist ja Kennenlernvoraussetzungstag.

Denn wenn es den nicht gegeben hätte, wäre es nie zu dieser für mich (und hoffentlich auch die anderen Beteiligten) erfreulichen WOssi-Familie gekommen, deren Bestandteil ich bin.

Also: Allen, denen es ähnlich geht, allen, denen dieser WOssi-Unfug mittlerweile sowieso egal ist und allen anderen auch ’nen schönen Kennenlernvoraussetzungstag und Grüße von der Ostseeküste, wo sich heute der Himmel angemessen geschmückt zeigte:

Es wächst und blüht noch

… im Garten. Das sind leider nur Karbol-Champignons (Agaricus xanthodermus). Die sind giftig und nichts für die Pfanne.

Aber die freche Sonneblume kommt noch zur Blüte.

Gestern am Morgen war hier pottendicker Nebel.

Dazu noch nachgetragen ein Donnerstagshaiku:

aus dem Nebelgrau
erst neun Gänse im Pfeilflug
dann ein Kranichpaar

Kaffeerunde

um 7:30 Uhr durch den Garten. Kommt jemand mit?

Erstmal der Kaffee.

Der Himmel ist bemerkenswert blau, und es geht überraschenderweise kein Wind.

Von einem entfernten Nachbargrundstück, so ca. hundert Meter weiter, hört man aus einem großen alten Baum eine Starenhorde ihr Morgenpalaver abhalten.

Nachher verteilen sie sich haufenweise in die Gärten; die Holunderbeeren bei mir brauche ich auch schon nicht mehr zu ernten, das haben die schon erledigt. Na, es sei ihnen gegönnt.

Es sind noch ein paar Schwalben unterwegs, aber so wie ich das sehe ist der erste große Schwung schon abgereist.

Vor zwei Wochen luftakrobateten die Rauchschwalben noch zu Dutzenden hier herum. Das ist wohl vorbei.

Dann gibts Frühstück für die gefährlichen Kaninchen. Gemüseschnippsel aus der Küche, ´n beten wat ton knabbern un abenop für jetzt nur eine Handvoll Gras von der Wiese als Gruß aus der Küche. (Erwähnte ich bereits, dass das eigentlich gar nicht meine sind? Naja.)
Im Hasel wartet noch jemand auf die ersten Sonnenstrahlen. Scheint auch noch nicht so ganz ausgeschlafen zu sein.
Noch gibt es Rosenblüten.
Und zum Schluss die große Frage: Wird diese freche Sonnenblume noch blühen?
Schönen Samstag!