Hafen

In der Reihe „Wismarer Stadtansichten aus der Konserve“ heute ein Foto des alten Hafens im Nachmittagslicht, Februar 2018.

Im Vergleich dazu eine Postkarte mit erhöhtem Blickwinkel aus den 1930ger Jahren. Am äußersten linken Bildrand sieht man darauf noch einen Teil des Wassertors, oben links die noch unzerstörte komplette Marienkirche, daneben nach rechts die Dächer von Heilig-Geist-Kirche (mit Dachreiter) und (dahinter) Fürstenhof und ganz rechts St.Georgen.

Etwas Sonne

über der Stadt. Was nett ist, wenn man noch ein paar Dinge zu erledigen hat.

In der Lübschen Straße
die vom Marktplatz natürlich nach Westen, Richtung Lübeck, führt. – Im 13 Jhd. entstand zwischen Lübeck, Stralsund, Wismar, Kiel und Rostock der Wendische Städtebund zum Schutz der gemeinsamen Handelswege, der eine der Keimzellen der Hanse wurde.
Innerer Alter Hafen, an der Fischereigenossenschaft Wismarbucht eG –
(Es sind wohl (nur) noch 12 Fischer im Haupterwerb und 12 Fischer im Nebenerwerb in den Häfen Wismar, Warnemünde, Rerik, Timmendorf auf Poel, Tarnewitz, Boinsdorf und Kühlungsborn in der Genossenschaft organisiert. Mal sehen, wie das Ende dieses Jahres dann aussieht.)
Alter Hafen

Morgenrunde

Well, that does look better. – Same time as ususal, but more light already.
( Ducal palace (16th century) and church of St.Georgen (15th century) )

So, it’s a windy but clear morning. – And we have a warning concerning high water in the western Baltic for tonight. So around Wismar harbour expect at least one road closed tonight (down at Schiffbauerdamm/Ulmenstraße) and better get your car away from the lowest parts at the end of the old harbour basin. Sandbags at the usual spots.

Abend am Hafen

Es ist trocken und relativ warm, da machen wir doch mal einen abendlichen Gang zum Hafen von Wismar und klappern die Hafenbecken ab.

Bevor wir zum Hafen kommen machen wir uns aber den Spaß, durch das alte „Wassertor“ zu wandern. Es stammt aus dem Jahr 1450 und ist das letzte verbliebene Stadttor der verschwundenen Befestigungen. Bevor wir die Straße überqueren bringen wir uns für den Dämmerungsspaziergang erst einmal mit einem Blick auf die beleuchtete Bodenplatte im Torweg in die richtige Stimmung.

Das Bild zeigt den Grafen Orlok (Beruf: Vampir) kurz vor Verlassen des Segelschiffes mit dem er in dem Stummfilmklassiker „Nosferatu“ die Stadt „Wisborg“ erreicht. Murnau nutzte mehrere Drehorte in Wismar (Hafen, Wassertor, Marktplatz, Hof der Heilig-Geist-Kirche, Kirchhof vor St. Nikolai), aber es tauchen im Film z.B. auch die Salzspeicher am Lübecker Holstentor als Teil von „Wisborg“ auf.

Da kommt übrigens der Graf mit seinem Bettzeug unter dem Arm gerade durchs Wassertor gewandert, um sich in Wisborg niederzulassen.

Heute Abend begegnen uns allerdings weder Vampire noch besonders viele Menschen, denn an diesem Mittwochabend im Januar werden auch hier am Hafen mangels Kundschaft die Bürgersteige früh hochgeklappt bzw. Geschäfte und Restaurants früh geschlossen.

Auf dem Werftarbeiterwohnschiff „Libra Star“, das mit Landstrom- und Landwasser-/-abwasseranschluss am alten Ausrüstungskai vor der Werft liegt, ist es allerdings hell. Viele haben gerade schichtfrei.

Und hier und dort sind auch noch die Ladekräne in Bewegung.

Aber da wo sich sonst zu entsprechenden Tages- und Jahreszeiten Gäste tummeln ist Ruhe.

Alter Hafen mit Blick auf Marienkirchturm und St. Georgen