Landfahrt

Hatte ich gestern gesagt, dass ich „über die Dörfer“ gefahren sei? – Ja, das hatte ich und das war ich auch. Aber das war nur eine kleine berufsbedingte Runde Richtung Nordost, schnell gemacht und im Nebel. – Heute, bei ungleich besserem Wetter, ging es mit ein paar arbeitsbezogenen Zwischenstopps auf eine größere Runde nach Westen und Südwesten und retour und dabei teilweise „so richtig“ über die Dörfer. Und da die Sonne tief über den westmecklenburgischen Äckern leuchtete, habe ich diesmal auch ein paar Fotos mitgebracht. Allerdings nicht von den Kopfsteinpflasterstrecken, den Betonplattenpisten und den entgegenkommenden landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen mit Doppelbereifung.

Kloster Rehna
Mauerwerk mit Geschichte
Landwege
Nein, nicht zurück über Benzin; wir fahren querfeldein Richtung Klein Hundorf, da müssen wir aber erstmal durch Neu Benzin durch. Überhaupt fahren wir heute durch Sievershagen und Hanshagen (aber nicht Dietrichshagen) an Veelböken vorbei durch Vierhusen und durch Fräulein Steinfort.
Gadebusch im Dunst
Fast zurück in Wismar … ein kleiner Abstecher zu dem „Tridamsberg“ genannten Hügelchen südlich bei Klüssendorf. Aber eigentlich ist das natürlich ein
auf das man kurz klettern kann. Denn von dort hat man einen wunderbaren
Ausblick auf die Stadt.
Von der Altstadt mit den Kirchen
bis zur Werfthalle. Nun aber zurück an den Schreibtisch.

Küste

So. Eine berufsbedingte Runde über die Dörfer, die mich auch ein Stück am Wasser entlang führte, wäre für heute erledigt. Fotos gibt es keine mangels Zeit. Da waren im Morgennebelgrau auch nur schemenhafte Alleen und endlose Ackerschläge und ein kurzer Blick auf eine horizontlose Einheit aus Bucht und Himmel zu sehen.

Statt dessen gibt es heute einen Blick nach Le Havre. Die Stadt hat mich bei einem kurzen Besuch unerwartet beeindruckt. Mit der wechselvollen und schwierigen Geschichte im Rücken ist sie sicher nicht „schön“ im herkömmlichen Sinne, aber ehrlich und handfest; wie größere Hafenstädte so sind. Hier nur ein kleiner Blick auf die Reste der Fischerei abseits des riesigen Industriehafens in der Seinemündung:

Ebbe im Fischereihafen
Feste Verkaufsstände beim Fischereihafen mit den Namen der Boote. (Le Flipper z.B. ist das türkisfarbene Boot oben in der Bildmitte.)
Letzter Andrang am späten Vormittag.

Oben und unten

Das ist doch … ja, die Oberfläche von Solaris!

Der vortreffliche Herr Lem lässt grüßen (zusammen mit Herrn Tarkowski). Überhaupt sind Herbst und Winter natürlich die besten Zeiten, um die Werke von Lem, die der Brüder Strugatzki und all der anderen Verfasser (wie wäre es zum Beispiel mal mit einem Blick auf Johanna und Günter Braun?!) wieder aufzuschlagen.