Die Südostecke

des Marktplatzes in Wismar heute am Morgen um 7:30 Uhr, als die Sonne noch lachte.

Nach rechts läuft die Großschmiedestraße (dort hatte ich früher mal eine ganz Reihe von Jahren meinen Schreibtisch stehen) und nach links die östliche Seite der Marktumfahrung mit Reuterhaus und Altem Schweden am Anfang. In der Häuserzeile liegt auch der Neubau des Hotels „Stadt Hamburg“ – der Vorgängerbau ist auf der 60ger-Postkarte von gestern als „Konsum-Hotel“ zu sehen.

Der Blick hier geht links Richtung Norden bis zu den Fassaden der Straße „Hinter dem Rathaus“.

Nach dem Stadtgang war eine zweistündige Dienstfahrt über Land dran und nun ruft und trommelt der Schreibtisch. Guten Mittwoch!

Transport

Morgens in Wismar-Wendorf an der Seebrücke. Nein, da schwebt kein Schiff …
da kommt ein Schlepper. Mit ’ner Trosse dran.
Und an der Trosse hängt ein dicker Ponton mit Schiffsteilen (Kabinenelementen), die auf der Werft in Wismar gebaut wurden. Und die nun die Küste entlang zur Schwesterwerft nach Rostock-Warnemünde geschleppt werden.
Dahinter kommt noch ein Schlepper, damit da nichts aus dem Kurs läuft. Aber an diesem Morgen ist es, wie man sieht, erst einmal fast windstill.
Und ab geht es durch das Fahrwasser der Bucht in Richtung offene Ostsee.

Vermischtes Getier

Puh. Der Schreibtisch ist voll; die laufenden familiären Verpflichtungen wieder im Normalmodus; die Woche saust so dahin. Und am Wochenende kommt noch lieber Besuch. Aber da bekommen wir bestimmt ein paar ruhige Minuten untergebracht. – Zwischendurch gibt es heute ein paar hoffentlich beruhigende Tierfotos aus dem eigenen Archiv.

Eilig

hatte ich es gestern Abend.

Wenn ihr zufällig über den Zaun geguckt hättet, hättet ihr Spaß gehabt.

Ich war ja eigentlich schon auf dem Weg ins Bett, warf aber mit einem Auge noch einen Blick auf das Regenradar bzw. die Gewitterverteilung in Norddeutschland und sah von der Grenze zu Brandenburg aus ein paar Blitzhaufen nach Norden, in unsere Richtung, ziehen. – Zwei Minuten später war ich draußen und dabei, in stockdunkler Nacht den aktuell noch auf Beton und Wiese ausgebreitet liegenden Teil des prima durchgetrockeneten Heus zu retten und unter Dach und Fach zu bringen; zusammen mit Madame, die mit Stirnlampe und noch im Tagesdress über mich feixte, wie ich nur in Schlafanzug und Gummistiefeln den Rechen schwang. Ich bin gespannt, ob dazu noch irgendwelche nachbarlich-frotzlenden Kommentare kommen.

Die Arbeit war aber fix erledigt (es ist ja doch erstaunlich, was das Gras bei der Trocknung an Flüssigkeitsgewicht verliert) und dann ging es ab in die Falle.

Und heute am sehr frühen Morgen, als draußen Blitze zuckten, der Donner rollte und der Regen prasselte konnte man sich im Bett umdrehen, ohne zu fluchen. Auch nett.

Von der Aktion gibt es natürlich keine Bilder.

Aber Bilder von Spatzen in den Sonnenblumen könnt ihr ansehen:

Experimente und Gartenrunde

Moin. – Die Heuvorräte für die Kaninchen neigen sich dem Ende entgegen. Normalerweise reicht mir fast der getrocknete Rasenschnitt unserer Haus-, Moos- und Fußballwiese für den Kleintierbedarf, aber in diesem Jahr gab es ja kaum etwas zu mähen.

Gestern nachmittag tauchte hier aber Verwandtschaft auf und wir hatten plötzlich elf große Säcke Gras von einer frisch gemähten Feuchtwiese.

Da das Zeug in den Säcken schon ordentlich warm wurde, mussten wir hier abends spontan erstmal auspacken und das Gras ausbreiten. Zum Glück soll es ja heute trocken und sehr sonnig werden, also haben wir mal mehrere experimentelle Versuchsanordnungen aufgebaut:

1. Wiesenschnitt auf Beton.
II. Improvisierter Heuhaufen auf Holzstangen unterm Baum, falls es doch gewittert.
III. Wiesenschnitt auf vermoostem Restrasen, auf den heute hoffentlich lange die Sonne scheint.
IV. Improvisierter großer Heuhaufen auf Holzstangen im abgeblühten Sommerbeet. (Man beachte den formschönen „Kopf“ in, äh, Hundekopfform oder so. Jedenfalls mit Ohren und Schnauze.)

Als ich heute früh mal überall mit der Hand die Temperatur geprüft habe war jedenfalls festzustellen, dass die erste Lüftung schon mal gewirkt hat. Nun wollen wir mal sehen (und wenden).

Außerdem gab es heute morgen noch Obst, Blumen und Schwalben anzugucken.

Coaches Galore

Das war unerwartet. „Also, wir treffen uns alle zuerst im Kutschenmuseum in Kobrow II bei Sternberg in Mecklenburg.“ Ok, da hatte ich eigentlich keine großen Erwartungen. Aber … seht selbst, das sind nur ein paar wenige Beispiele der Ausstellungsstücke:

Now, that was unexpected. „Ok, first we all meet at the Museum of Coaches at the village „Kobrow II“ near Sternberg in Mecklenburg-Western Pommerania.“ Ok, that didn’t raise any expectations. But … have a look, these are just a few examples of the exhibits:
Mecklenburger Post-Omnibus
Genau das
Bierwagen, danach ein Bäckerwagen und dann der
Rettungswagen von 1890, Schweiz
Kleintier-Transportwagen, Hersteller L. Hof, Straubing, ca. 1920
Leichenwagen, Armbruster, Wien, um 1890
Park Drag, Peters & Son, London, 1890
Leib-Mylord der Kaiserin Auguste-Viktoria, Hofwagenfarbik Eduard Kühlstein, Berlin, 1908
Dreiviertel-Coupé, U. Kautt & Sohn, Karlsruhe, 1900
Coupé, Brewster & Co, New York, 1880
Buggy, Studebaker, USA, 1910
Werbung
Private Cab, Marston & Co, Birmingham, 1890 – First Owner: Sir Spencer, Pocklington
Doktorwagen, Bj. unbekannt
Und Lampen und Zaumzeug und noch viele, viele andere Kutschen und Fahrzeuge.
Ein beeindruckendes Museum mitten in der Provinz, über das man nicht gerade fällt.

Morgenweg

Ein kleiner Umweg auf der morgendlichen Radfahrt vor der Arbeit. Heute gibt es mal wieder einen sonnigen Morgen und es sind keine Schauer in Sicht.

Nachdem wir in der letzten Zeit gut gemischtes Wetter mit Wolken und Regen hatten, wird die Natur doch noch einmal grün. – Die Gartenwiese hinter dem Haus ist vor rund zwei Monaten zuletzt gemäht, weil einfach nichts mehr wuchs – das braune Gras knirschte buchstäblich unter dem Schuh beim darüberlaufen. Hier in der Nachbarschaft bewässert auch schon seit jahren eigentlich niemand seine Grasflächen mehr; Blumen, Stauden und Büsche ja, aber die je nach Geschmack mehr oder weniger gepflegten Grasflächen in der Siedlung bleiben eben trocken. – Nun fallen aber die Augustäpfel und die ersten Pflaumen tatsächlich in frisches Gras. – Und es gibt auch neue, hellgrüne Löwenzahnblätter für die Kaninchenbande.

Aber zurück zum Weg, der auch am Mühlenteich und den jagenden Schwalben vorbeiführte: