Und schon wieder ist

und die Umleitung soll angeblich morgen nach Bauarbeiterfeierabend auch erstmal Geschichte sein.

Wie auf der aktualisierten, traditionell quietschbunten Seite zu sehen ist, feiert Wismar an diesem Wochenende wieder den schwedisch bestimmten Abschnitt seiner Geschichte.

Zeit für ein paar alte Bilder aus dem Fundus, denn die feldlagernden Schweden werden erst ab morgen wieder aktiv. Ich greife mal zu 2012 (bunt) und 2015 (gelb):

All dem Trubel kann man natürlich auch mit eher gelassenem Interesse begegnen …

(Nach wie vor mein Lieblingsbild -Beteiligte weder verwandt noch verschwägert).

THW – PSG Test

Das ist schon toll, gleich ein paar Handvoll der besten Handballspieler der Welt beim Abschluss der Saisonvorbereitung zuzusehen. – Gute Stimmung beim Nachmittags- und Abendausflug nach Kiel.

Klönschnack vor dem Aufwärmen – man kennt sich ja.
PSG
THW
Mit Abklatschen
Zuschauer aufwärmen
Und los geht es
Nett, aber nebensächlich. Beide Teams hatten noch ihre fahrigen Phasen und Koordinationsprobleme.
Dann wollen wir mal sehen, was die Saison bringt.

Zusammen

Ägyptisches Museum, Berlin.

Wenn man ganz nah herangeht und der Raum ganz still ist, dann kann man den Nachhall entfernter, leiser Stimmen hören. Von einem Abnahmetermin vor diversen tausend Jahren am Nil:

„Nein, da gibt es keinen Nachlass! – Doch, das sollte so sein! – Der Auftraggeber hat ausdrücklich gesagt „klassisch“, aber als Zeichen der Verbundenheit mit ihrer der Hand auf seiner Schulter! – Eben. Klassisch, schicklich distanziert, aber verbunden! – Ich verstehe wirklich nicht was nun diese Nörgelei soll. – Unterarm? Proportionen? Wieso jetzt Proportionen?! – Nein, da gibt es keinen Nachlass!“

Eine kleine Stadtrunde

durch das sommerliche Wismar

Fürstenhof und Marienkirchturm
Blick von St. Georgen Richtung Bucht und Werft
Momentan wird der neue Werftkran (hellblaue Basis, neben dem Wohnschiff für Werftarbeiter) aufgerichtet. Im November wird er, fertig zusammengesetzt, fast 125m hoch sein.
Vorn zu sehen ist die Heilig-Geist-Kirche, dahinter St. Nikolai.
Maßwerkfenster, St. Georgen
Heilig-Geist-Kirchhof an der Straße „Neustadt“

Besonders „neu“ sieht das ja nicht aus, mit dem Westgiebel der u.a. wegen ihrer prachtvollen Holzdecke sehenswerten mittelalterlichen Heiligen-Geist-Kirche an der Ecke Neustadt/Lübsche Straße und der Hofmauer des Heilig-Geist-Hospitals? – Nun, die Spitalkirche mit ihren Räumen für Bedürftige, Kranke und Pilger stand ursprünglich direkt an der ersten Stadtmauer und westlichen Stadtgrenze. – Nach der baldigen Erweiterung der Altstadt im Mittelalter war die angrenzende Straße dann eben die erste Straße der Neustadt in der Altstadt von Wismar und so heißt diese bis zum Hafen verlaufende Straße bis heute „Neustadt“. – Ergänzung: Ich habe mir die Sache dann noch einmal durch den Kopf gehen lassen und möchte der Vollständigkeit halber feststellen, dass das nicht die ganz übergangslose Wahrheit sein wird: Ein Nachgraben beim vortrefflichen Herrn Friedrich Techen, der nahezu unangreifbaren Autorität für alles geschichtlich Wismarsche was Archivalien und Überlieferung bis zu seiner ordnenden Hand als Ratsarchivar betrifft, in dessen Aufsatz „Die Straßennamen Wismars“ von 1901 zeigt mir, dass er als erste Bezeichung der heutigen „Neustadt“  vielmehr „fossa sancti Spiritus“ bzw. „fovea sancti Spiritus“, also „Graben bzw. Grube bei Heilig Geist“ gefunden hat und erst etwas später „nova civitas“ kommt. Das nur der Vollständigkeit halber und bevor jemand sich beklagt.
Am Alten Hafen, Fischereigenossenschaft Wismarbucht e.G.
Am Alten Hafen, Fischereigenossenschaft
St. Nikolai an der Frischen Grube

Megalithgräber – Everstorfer Forst – Südgruppe

Ich komme hier beruflich gelegentlich vorbei und ab und an springe ich dann kurz aus dem Wagen und mache ein paar Fotos zum Zustand der jungsteinzeitlichen Grabanlagen der Südgruppe im Everstorfer Forst zwischen Grevesmühlen und Wismar. – Die Großsteingräber entstanden zwischen ca. 3500 und 2800 v. Chr. als Megalithanlage der Trichterbecherkultur.

Fixes Geskizzel „Der Teufelsbackofen“ – Quick sketch „The Devil’s Oven“
Everstorfer Forst – Übersichtsplan
Langbett Everstorf Süd Sprockhoff-Nr. 313 – von Süden gesehen, Ausdehnung 22 m mal 5 m, 22 Steine
Langbett Everstorf Süd Sprockhoff-Nr. 313 – von Nordost gesehen
Großsteingrab „Teufelsbackofen“ Everstorf Süd, Sprockhoff-Nr. 312, 7 Trag- und 2 Decksteine, Gesamthöhe rund 2,10 m – von Südwest gesehen
Teufelsbackofen, Nr. 312 – von Nordwest gesehen
Teufelsbackofen, Nr. 312 – von Osten gesehen
Teufelsbackofen, Nr. 312 – von Osten gesehen
Teufelsbackofen, Nr. 312, flacher Deckstein, Beispiele für Schälchen/Cupmarks

Nach dem Blick auf das kleinere Langgrab und den Teufelsbackofen, der rund 100 m von der Straße entfernt im Wald liegt (bzw. fast schon am Waldrand – man kann die Arbeiten in der ein paar dutzend Meter im Süden an den Wald anschließenden Kiesgrube deutlich hören), schauen wir noch auf das große Langbett, das in der Nähe des Parkplatzes liegt und auch direkt von der Straße aus zu sehen ist.

Dabei handelt es sich um ein etwa 40 × 10 Meter großes, rechteckiges Lang- oder „Hünen“bett mit einem Ganggrab. Die Kammer des Ganggrabes ist recht gut erhalten und auch die großen Umfassungssteine sind nahezu alle vorhanden.

Everstorf Süd, Sprockhoff-Nr. 311
Everstorf Süd, Sprockhoff-Nr. 311
Everstorf Süd, Sprockhoff-Nr. 311
Everstorf Süd, Sprockhoff-Nr. 311 – Stelle des ehemaligen Gangs zur Kammer, Decksteine über der Kammer im Zentrum
FIxe Skizze „Nr. 311 im Winter“

St. Georgen

Das Sonnenlicht fällt heute schön durch die hohen Fenster von St. Georgen.

Dann sehen wir uns noch einmal ein wenig im Kirchenschiff um.

Wer möchte, der kann ja auch noch in einer der alten Seitenkapellennischen eine Kerze spenden und etwas nachdenken -auch wenn St. Georgen heute hauptsächlich als Ort für Ausstellungen, Konzerte, Aufführungen und sonstige Veranstaltungen dient ist es weiterhin eine Kirche und es finden auch zu besonderen Terminen im Jahr Gottesdienste statt.

Wir besuchen erst einmal den Heiligen Georg in seinem dramatischen Kampf mit dem Drachen. Diese Malerei hat die Jahrhunderte und insbesondere die Zeit der Teilzerstörung der Kirche zwischen 2. Weltkrieg und 1990 zum Glück überstanden.

Und dann schauen wir uns noch die Gewölbe und insbesondere ein paar der Kragsteine an.

Sogar ein Dämon ist dabei.
Blick vom Hafen auf St. Georgen

St. Georgen zu Wismar – dreischiffige Basilika, norddeutsche Backsteingotik, Baubeginn ca. 1320 als Ersatz für eine ältere Vorgängerkirche, Gewölbehöhe des Hauptschiffes: 35 Meter