Flugbetrieb

Eigentlich wollte ich ja den untergehenden Mond über der Stadt noch erwischen, aber die von Westen aufziehenden Wolken haben ihn dann doch verschluckt, bevor ich eine Gelegenheit für Fotos hatte.

Dafür machten sich, als dann von Osten ein wenig Morgenröte durch Wolkenlücken drang, die rastenden Graugänse aus einem Teichgebiet auf in dem sie gestern Abend nach Einbruch der Dunkelheit zum Schlafen gelandet waren und starteten noch einmal Richtung Ostsee, um dort an der Küste Futter zu finden.

Wenn da hunderte Vögel in Wellen „im Tiefflug“ binnen kurzer Zeit über einen hinüber ziehen ist das immer ein eindrucksvoller Anblick. (Gestern am Abend war es ein eindrucksvolles Hörerlebnis: Man sieht nahezu nichts und hört nur die Rufe der Gänse und das Brausen der Flügel in der Luft.)

Wenn man das erste Bild genau betrachtet sieht man zwei Kraniche, die nicht den gleichen Weg eingeschlagen haben wie die Gänse. Die Kraniche zog es statt an die See auf die Äcker im Südosten.

Und vier Schwäne kamen gleichzeitig auch noch vorbei. Die hatten allerdings einen Westkurs eingeschlagen …

Wenn

denn der nötige und willkommene Regen abgeklungen ist, dann könnte es an der Küste auch wieder so aussehen:

Heute Nacht ist durch den Wind eine der großen Sonnenblumen hinter dem Haus abgeknickt und zur besten „Zurschuleundarbeitradfahrzeit“ am heutigen Morgen kam auch der stärkste Regen runter.

Gestern am frühen Abend, noch im Hellen, aber auch im Regen kam ich mit einem Abkömmling im Schlepptau zu einem gerade erst passierten hässlichen Fahrradunfall, bei dem wir als erste folgende Radler zum Eingreifen gefordert waren; Mutter mit kleiner Tochter; für die Lütte gings mit Fußgelenksverletzung, für die Mutter mit aufgeschlagenem Kinn in den doch schnell angekommenen Rettungswagen und in die Notaufnahme. Wir wünschen schnelle Genesung. Positiv festzustellen war immerhin die allgemeine Nothilfebereitschaft: Auf der nicht ganz so viel befahrenen städtischen Verbindungsstraße boten haltende und aus- und absteigende Auto-, Motorrad- und Stadtbusfahrer etc. dann auch zügig Hilfe an bzw. konnten unterstützen.

Der Abkömmling erinnerte sich gleich sehr lebhaft an einen schon Jahre zurückliegenden eigenen Krankenhausaufenthalt nach Armbruch und war den Rest des Heimwegs auf dem Fahrrad dabei, seine Aufgewühltheit wegzuquatschen ;).

Vermischtes

Kaninchenruhe – Die freuen sich auch darüber, dass es etwas kühler geworden ist.
Frühstück! – Wenn ich aufs Dach springe, kann ich mir was aussuchen, noch bevor die anderen dran sind. Ich heiße ja auch nicht umsonst „Nosy“.
Ein paar Scouts der örtlichen Sperlingshorde inspizieren den Stand der Sonnenblumenblüte. – Na, das dauert aber noch, bis die mit der Ernte dran sind.
Eine ziemlich große und propellergetriebene „Hummel“: Neulich flog hier in der Gegend ein altes tschechisches Agrarflugzeug Typ Let Z-37A herum. Die Grundversion hieß „Čmelák“, was eben „Hummel“ bedeutet. Das hier ist aber sogar die doppelsitzige Schulversion.
Libellentanz über dem Wallensteingraben
Türkis und Gold? – Ich habe ja keine Ahnung, aber man erklärt mir, das seien Männchen (blau) und Weibchen (gelb) der Blauflügel-Prachtlibelle? – Jedenfalls sehr hübsch. – Wallensteingraben
Am Mühlenteich

LaJazzO MV

steht auch für „LandesJugendJazzOrchester Mecklenburg-Vorpommern“.

Die BigBand unter der Leitung von Michael Leuschner gab heute das erste von drei Sommerkonzerten und ich hatte das Vergnügen, im Wismarer Zeughaus einem prima aufgelegten Orchester zuhören zu dürfen, das in der ersten Programmhälfte satten Sound u.a. mit Stücken aus dem Repertoire der Count Basie BigBand zum Besten gab.

Die zweite Hälfte stand dann ganz unter dem Motto „A tribute to Jaco Pastorius“, enthielt unter Einführung und mit phantastischem Sound des E-Bassisten Jürgen Attig eine eindrucksvolle Hommage an Mr. Pastorius, den Revolutionär des E-Bass, und die versammelten Talente boten nach einem „Jaco-Amazing Grace“ von Jürgen Attig u.a. „John and Mary“, „Onkonkole y Trompa“, „Liberty City“ und andere Perlen. Was für ein Spaß!

Morgen, am 31.07.19, kommt die BigBand nach Rostock in den Klostergarten, am 01.08.19 ist sie dann noch in Schwerin in der Schelfkirche zu hören. Empfehlung!

Konzert und Abkühlung

Rund eineinhalb Stunden Konzert in einer spätmittelalterlichen Backsteinkirche waren in doppelter Weise fein.

Erstens gab es virtuose Musik mit Barockoboe und auf der großen Mende- und der kleinen Chororgel, gespielt von Karla Schröter (Oboe) und Willi Kronenberg (Orgel) vom Ensemble CONCERT ROYAL, Köln. Sehr schön.

Zweitens war es in St. Nikolai zu Wismar erwartungsgemäß angenehm kühl. (Ich hätte mein Bettzeug mitnehmen und mich für eine Übernachtung in die Winterkirche einschmuggeln und einschließen lassen sollen. Der Heimweg per Rad war jedenfalls … puh.)

Blick zurück durchs Kirchenschiff – Es werden noch CDs verkauft.

Schloss Schwerin

„Son et lumière“ in Schwerin

Beim Schlossfest in Schwerin gab es vorgestern und gestern Shows mit Laserlicht, Scheinwerfern, Bildprojektoren und Feuerwerkseffekten, begleitet von Musik. Thema am gestrigen Abend war das Leben des Großherzogs Friedrich Franz II. von Mecklenburg-Schwerin (1823-1883, Bauherr des Schweriner Schlosses – heutiger Baucharakter).

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