Oktobermorgen

Brrr. Frisch. Ich muss mir angewöhnen, wieder abends nach dem Wetterbericht zu gucken. So war heute Eiskratzen am Wagen angesagt.

Aber bei dem wolkenlosen Morgenhimmel und der ostseeranduntypischen Windstille wusste ich, wo ich auf dem Rundweg zum Arbeitsschreibtisch eine Station machen muss. Nett wars. Und wie ich da so stand und guckte sauste sogar ein kleiner blauer Blitz durch die Morgensonne an mir vorbei: Der Eisvogel war also auch schon wach.

Im Dunkeln

Na, ein Glück, dass ich gestern am Abend mit Taschenlampe zum Kaninchenfüttern gegangen bin. Da hätte ja sonstwas passieren können im Dunkeln mit mir in den Bauer-Hansen-Gummistiefeln in Größe 46 und dem Lütten hier. Der saß vor dem Kaninchenzaun und wollte sicher mal prüfen, ob die Ninchen von der letzten Fütterung etwas übrig gelassen haben.

Vorsicht lohnt sich sowieso. Im Verlauf einer Nachtfahrt neulich gab es direkt neben der Fahrbahn so einiges zu sehen … Wildschweine, zwei Rehe … ging aber alles glatt. Und hier in der Stadt gibt es sowieso einige Stellen, da wäre ich wegen der Schwarzkittel zu später Stunde zu Fuß oder mit dem Rad mehr als vorsichtig, denn die von Wildschweinrotten umgegrabenen Grünflächen gehen da bis in die Vorgärten und zu den Bordsteinen.

Grønsund

Grønsund vor Stubbekøbing, Fütterungszeit an der Aquakultur – Aquarellfarbe

Außerdem war ich fleißig und habe mal diverse (Gast-)Geschenke handgedengelt, so wie diese Grußkarten hier:

Schließlich nahen diverse Geburts- und Festtagsfeierlichkeiten.

Nachdem die GfK schlechte Konsumentenstimmung gesehen haben will habe ich heute auch flugs erstmal die lokale Wirtschaft gefördert und zur Mittagszeit zwei freie Buchläden und einen Filialbuchhändler unterstützt. Das ist ja nur fair, wenn man etwas streut, oder? – Und beim Blumenladen war ich auch, an mir liegts also nicht. – Da, im Blumenladen, ist übrigens möglicherweise schon Weihnachten. Also nicht schlimm von der Dekoration her, da halten die sich noch zurück, aber eine Mitarbeiterin kam mit einem Arm Tannengrün rein und sprach zu ihren Kolleginnen die schönen und bedenkenswerten Worte: „Weihnachten ist, wenn die Nadeln aus dem Schlüppi fallen.“ In diesem Sinne, ein schönes Herbstwochenende.

Wiederholungen sind notwendig

damit die notwendige Tätigkeit zur Zierde der Stadt, Bequemlichkeit der Einwohner (und Gäste) und nicht zuletzt zur Erhaltung der Gesundheit nicht in Vergessenheit gerät! Nun ist Blätterfallzeit und bald ist ja eventuell auch wieder etwas Schneefegen angesagt. Also Bürger, prüft die Besen und nutzt sie! (Die Laubsauger, na ja, muss nicht sein. Was ich aber nie verstehen werde ist die Verlagerung des Problems durch „Laubbläser“).

Allein die Vorrede sollte für heute als Erinnerung reichen:

Nebel

Zum heutigen Küstenmorgenwetter passend ein paar nebligtrübe Sachen aus der Kiste:

Wismar, Marktplatz, Wasserkunst mit Nixe und Nix – Die Suppe war damals im November so dicht, dass man nicht mal den Marienkirchturm sah.
Dunbeg – Dunstaffnage – Ardmucknish Bay
Wismar, Bahnhof im April – Das sah dann ja schon etwas freundlicher aus. – Na, es wird heute bestimmt auch noch etwas heller. – Guten Donnerstag allerseits!