Transport

Morgens in Wismar-Wendorf an der Seebrücke. Nein, da schwebt kein Schiff …
da kommt ein Schlepper. Mit ’ner Trosse dran.
Und an der Trosse hängt ein dicker Ponton mit Schiffsteilen (Kabinenelementen), die auf der Werft in Wismar gebaut wurden. Und die nun die Küste entlang zur Schwesterwerft nach Rostock-Warnemünde geschleppt werden.
Dahinter kommt noch ein Schlepper, damit da nichts aus dem Kurs läuft. Aber an diesem Morgen ist es, wie man sieht, erst einmal fast windstill.
Und ab geht es durch das Fahrwasser der Bucht in Richtung offene Ostsee.

3 Gedanken zu „Transport“

  1. Das ist ja für Fachfremde kaum nachzuvollziehen, dass es wirtschaftlich sinnvoll ist, Schiffsproduktion auf teils weit entfernte Standorte zu verteilen (siehe Meyer/Neptun in Papenburg und Rostock) und dann viele Tonnen schwere Einzelteile hin- und herzuschippern …

    1. Da ist bestimmt was dran. Dafür mag es eine Reihe von Gründen geben. Ich bin da nicht „drin“. Was jedenfalls ein Problem ist: Für ein ganzes Schiff der angepeilten Größe ist das Fahrwasser z.Zt. nicht tief genug (da kommt dann der nächste Konflikt). Und dann sind die Werftstandorte von Größe und Ausstattung her auch unterschiedlich aufgestellt. – Die Werftstädte und insbesondere auch Wismar haben sich daran gewöhnt, sich über plötzliche Aktivität zu freuen und die regelmäßig auftretenden Rückschläge alle paar Jahre dann irgendwie auszuwettern. Momentan wird von den Werften jedenfalls alles an Personal angeworben, was irgendwie brauchbar ist. – Über zukunftssinnvolle Technik und die Entwicklung auch anderer größerer Arbeitgeber wäre an den Werftstandorten auch niemand unglücklich.

    2. Die Fahrrinnen-Problematik kennen wir hier mit unserem Binnenhafen natürlich auch. – Ich konnte es neulich jedenfalls kaum glauben, dass das riesige Hamburger Dock 10 zum Umbauen nach Bremen geschleppt werden soll …

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