Rückseite

eines vor einigen Jahren umfassend historisch renovierten Dielenhauses aus dem 17.Jhd. am Spiegelberg in Wismar.

Damals, 1621 (also nach Beginn des Dreißigjährigen Krieges und kurz vor Beginn des Dänisch-Niedersächsischen Teilkrieges 1625, in den die beiden Mecklenburgischen Herzöge als Verbündete Dänemarks zogen und als dessen Folge sie 1628 ihre Herrschaft zeitweilig an Wallenstein verloren), als Neubau zwischen älteren, mittelalterlichen Brandmauern auf einem älteren Keller ausgeführt.

Als Bauherr für den Bau der 1620er Jahre ist nachzuweisen Jochim Severin der Ältere, vermutlich Neubürger vor 1600, da ohne Nachweis in späteren Neubürgerverzeichnissen (vor 1600 sind quellenmäßig keine Bürgerrechtserwerbungen überliefert); das Baujahr 1621/22 bestätigt durch folgenden Eintrag im Rechnungsbuch Kirchengebäude St. Nicolai, Jg. 1621: „Jochim Seuerin der eltere, auß der wüsten stete darauf itzo ein neuwes Hauß gebauwet, auf dem Spiegelbarge“ (Stadtarchiv Wismar, Abt. V, 2 B, Nr. 67). Im Wasserleitungsplan von 1710 ohne Wasserleitungsanschluss. (Nach: Informationssystem „Hausbiographien Wismarer Häuser des 17. und 18. Jahrhunderts“ Hochschule Wismar 2001-2004)

Etwas Sonne

über der Stadt. Was nett ist, wenn man noch ein paar Dinge zu erledigen hat.

In der Lübschen Straße
die vom Marktplatz natürlich nach Westen, Richtung Lübeck, führt. – Im 13 Jhd. entstand zwischen Lübeck, Stralsund, Wismar, Kiel und Rostock der Wendische Städtebund zum Schutz der gemeinsamen Handelswege, der eine der Keimzellen der Hanse wurde.
Innerer Alter Hafen, an der Fischereigenossenschaft Wismarbucht eG –
(Es sind wohl (nur) noch 12 Fischer im Haupterwerb und 12 Fischer im Nebenerwerb in den Häfen Wismar, Warnemünde, Rerik, Timmendorf auf Poel, Tarnewitz, Boinsdorf und Kühlungsborn in der Genossenschaft organisiert. Mal sehen, wie das Ende dieses Jahres dann aussieht.)
Alter Hafen

Downwind

Wie ein prüfender Rundgang mit Regenjacke im Morgenregengrau ergeben hat ist wohl nichts kaputt. Fein. Hier war es auch nicht so schlimm, aber das war es beim letzten Sturm auch nicht und trotzdem rumpelte damals ein loser Dachziegel vom First das ganze Schrägdach herunter. Auch die Kaninchen sind nicht weggepustet worden.

Nach einem Spaziergang am Mittag war der Rest des gestrigen Tages eine Indoor-Veranstaltung, was (u.a.) erstmals seit längerer Zeit wieder Gelegenheit zum etwas ausführlicheren Rumskizzeln gab:

„Downwind in front of the weather“ – Pitt-Inkpen, Watercolour, A5-Sketchbook

Gute Woche erstmal!